Einleitung zum ›Kaff‹-Kommentar

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Wo die Fakten ausgehen, fängt die ›Deutung des Werks‹ an.
Arno Schmidt an Wilhelm Michels

Arno Schmidts Werk ist gesättigt mit Anspielungen und Zitaten, die dem Leser mitunter rätselhaft oder unverständlich scheinen, die aber bei genauerer Kenntnis weitere Bedeutungsebenen seiner vielschichtigen Prosa erkennen lassen. Der Roman ›Kaff auch Mare Crisium‹ macht da keine Ausnahme.

Der Kommentar zu ›Kaff‹ soll bei Erschließung dieser Passagen helfen. Er stellt Material bereit, enthält sich aber – so weit überhaupt möglich – jeder inhaltlichen Interpretation der kommentierten Stelle. Er ist ein Angebot an den Leser, das er annehmen kann, aber durchaus nicht annehmen muss. Dabei kann und will der Kommentar seinen offenen Werkstatt-Charakter nicht verleugnen. Vielfach sind die Kommentare nur erste, fragmentarische Hinweise, wobei es in erster Linie darum ging, Zitate und Anspielungen überhaupt dingfest zu machen. Die Frage, woher Schmidt sein Wissen hatte, muss derzeit in vielen Fällen offen bleiben; es ist durchaus denkbar, dass sich bei einer genaueren Recherche nach den konkreten Quellen Schmidts neue oder unter Umständen auch gänzlich andere Zusammenhänge öffnen.

Ein solcher Kommentar ensteht natürlich nicht aus dem Nichts, sondern basiert auf zahlreichen Vorarbeiten findiger Leser. Hier ist vor allem der ›Bargfelder Bote‹ zu nennen, dessen Beiträge dankbar ausgewertet wurden. Hinzu kommen die vielfältigen Recherche-Möglichkeiten, die das Internet bietet (wobei natürlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein vermeintlicher Treffer auf eine falsche Spur führt). Auf einen detaillierten Nachweis wird in dieser vorläufigen Form des Kommentars verzichtet, Fundstellen aus dem Internet werden verklinkt und mit ꜛ markiert.

Textgrundlage des Kommentars ist die ›Bargfelder Ausgabe‹. Die kommentierten Stellen werden zu Beginn gefettet mit Angabe der Seite und Zeile wiedergegeben. Typographische Besonderheiten, die sich im Web nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand wiedergeben lassen, bleiben dabei unberücksichtigt. Allgemeine Erläuterungen werden in anderer Schrift angezeigt, Zitate aus den Quellen normal wiedergegeben. Ein (später folgende) Literaturverzeichnis zum Kommentar soll die vollständigen bibliographischen Angaben der benutzten Literatur bieten.